Evolution

Der perfekte Tisch ist natürlich nicht gleich im ersten Anlauf fertig. Aus den Erfahrungen mit SF1 haben sich folgende Verbesserungen ergeben, die bei SF2 nun umgesetzt werden:

Kabelführung

SF1 hat zwei Kabeldurchführungen in der Tischplatte. In der Praxis hat sich gezeigt, dass diese Durchführungen genau da sitzen, wo Monitor, Drucker oder Telefon stehen.

Bei SF2 werden diese Löcher weiter hinten sitzen. Aber das ist noch nicht alles. Die Durchführungen sitzen in einer separaten Klappe, die sich nach vorne oder nach hinten öffnen lässt. Außerdem ist an der Klappe hinten eine Gummilippe, durch die sich über fast die gesamte Breite des Tisches Kabel führen lassen.

Unter der Klappe sitzt das Tragrohr, welches nach oben offen ist. So lassen sich also Kabel, Verteiler und Steckernetzteile einfach in das Rohr legen und die Kabel kommen immer an der richtigen Stelle aus der Platte. SF1 hat zwei Bohrungen im Tragrohr, um Kabel vom Rohr auf die Platte führen zu können. Beim SF2 ist das Rohr komplett nach oben offen und damit an jeder Stelle zugänglich. Die Klemmschraube, die bei SF1 noch durch das Rohr führt, entfällt ganz, weil das Rohr von außen geklemmt wird.

Durch das offene Rohr lassen sich auch problemlos Kabel über die Hinterkante der Tischplatte in das Rohr führen. An den Rohrenden befindet sich außerdem jeweils ein Loch nach unten, durch das die Kabel in das Seitenteil gelangen können. Durch eingebaute Kabelkanäle im Tischbein verschwinden die Leitungen so fast unsichtbar in Richtung Fußboden.

Beinfreiheit

Wie schon im letzten Beitrag erwähnt, gab es bei SF1 Schwierigkeiten mit Rollcontainern unter dem Tisch. Große Container lassen sich nicht weit genug unter die Platte schieben und blieben außerdem an den Seitenteilen hängen. Bei SF2 wird das wesentlich komfortabler. Die Seitenteile sitzen viel weiter hinten und sind außerdem so geformt, dass sie weniger Platz zur Tischmitte verbrauchen. Außerdem sitzen die Träger für die Tischplatte jetzt so weit außen, dass auch daran nichts mehr hängen bleiben kann. Dadurch ist unter dem Tisch wesentlich mehr Platz.

Stabilität

Obwohl SF1 schon sehr stabil konstruiert ist, bewegt sich die Platte etwas, wenn man sich darauf lehnt. Bei SF2 wird die gesamte Konstruktion wesentlich stabiler. Die Füße sind anders geformt, die Seitenteile sind an den Punkten mit Lastspitzen verstärkt. Die Plattenträger sind deutlich stabiler und besser mit dem Tragrohr verbunden. Außerdem ragen die Träger einige Millimeter in die Platte hinein. Das gibt zusätzlich Stabilität, ohne den Abstand zwischen Platte und Gestell zu erhöhen. Außerdem bleibt die Platte sicher auf den Trägern, selbst wenn die Befestigungsschrauben fehlen. Und es wird einen dritten Träger in der Mitte der Platte geben. Dieser Träger wird als Vierkantrohr ausgeführt und lässt sich als weitere Kabelführung (z.B. für eine unter dem Tisch montierte Tastatur) verwenden.

Durch all diese Maßnahmen wird die Tragfähigkeit der Platte etwa verdoppelt, und selbst bei einer mittig platzierten Last von 100 kg wird die Durchbiegung unter 5mm liegen. Damit eignet sich SF2 sogar als Werkbank im harten Einsatz.

Neigung der Arbeitsplatte

Durch die neuen Klemmschellen lässt sich die Platte um 10 Grad neigen. Damit lässt sich SF2 gut als reiner Schreib- oder Zeichentisch nutzen. Damit bei geneigter Platte nicht ständig die Stifte vom Tisch rollen, ist in der Nähe der Vorderkante eine Vertiefung eingefräst.

Höhenverstellung

Die Gewindestangen zwischen Fuß und Seitenteil sind bei SF1 mit vier Muttern M16 befestigt. Soll der Tisch auf die niedrigste Höhe von 72 cmn Arbeitshöhe eingestellt werden, müssen zwei Muttern entfernt werden. Dann liegt das Seitenteil bündig auf dem Fuß.

Bei SF2 sind die Gewindestangen fest mit dem Fuß verbunden. Die Aufnahmegewinde für die Gewindestange sind im Fuß eingeschweißt. Außerdem ist im Seitenteil ein umgekehrtes U-Profil als Aufnahme für die Gewindestange vorhanden. Die untere Mutter verschwindet in diesem Profil und ist so nicht mehr im Weg. Auf diese Weise lässt sich der Tisch von 72 cm bis ca. 87 cm verstellen, ohne dass etwas umgebaut werden muss.

Form der Tischplatte

Die spezielle Form der Platte hat nicht nur optische Gründe. Durch die abgeschrägten hinteren Ecken bleibt eine Lücke, wenn mehrere Tische zusammengestellt werden. Das gibt wieder Platz für Kabel. Die Form der vorderen Kante dient der Ergonomie. Der Tisch wirkt dadurch, als wäre er um die Person herum gebaut. Außerdem muss eine untergebaute Tastatur durch diese Aussparung nicht so weit aus dem Tisch herausgezogen werden wie bei einer geraden Vorderkante.

Außerdem gibt es noch ein paar ganz neue Ideen, die den Tisch zum universellen Arbeitsgerät machen. Davon demnächst mehr.

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Veröffentlicht am 1. Mai 2011 in Schreibtisch und mit getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Evolution.

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