Fundstück: Büro-Grundriss und Regalwand

Vorhin habe ich ein wenig in meinen alten Backups gestöbert und dabei einige Zeichnungen aus dem Jahr 2007 gefunden. Zu der Zeit war ich mit der Planung meines neuen Grafikbüros beschäftigt. Darüber habe ich hier im ersten Blogbeitrag schon geschrieben.

Aus dieser Büroplanung ist dann später der erste Stahl-Bürotisch „Stairflight one“ entstanden.

Rechts ist der Haupteingang. Die beiden zusammenstehenden Tische waren für den Auszubildenden und einen Programmierer gedacht. Der kleine Schreibtisch war für meine Assistentin reserviert. Im linken Teil des Büros ist das „Chefzimmer“, also mein Arbeitsplatz, und eine Besprechungsecke. Alles nicht besonders groß, aber eine Verbesserung zum vorherigen Büro mit nur zwei Arbeitsplätzen. Letztendlich hat sich alles anders entwickelt, aber der Entwurf gefällt mir immer noch.

Die Suche nach passenden Möbeln dauerte wirklich lange. Da ich ohnehin gerne handwerklich arbeite, kam dann der Entschluss, die Tische selbst zu bauen. Die Idee, als Grundmaterial verzinkten Stahl zu verwenden, entstand, als ich an einem frisch aufgestellten Laternenmast vorbei lief. Diesen Glanz und die blumige Struktur der frisch verzinkten Oberfläche fand ich faszinierend. Einerseits wirkt Stahl technisch und sachlich, andererseits hat die Zinkschicht natürlich wirkende, unregelmäßige Strukturen und einen sehr speziellen Glanz, wenn sie noch nicht oxidiert ist.

Mich wundert eigentlich, dass diese Kombination im Möbelbau so selten verwendet wird. Gerade für Fabrik-Lofts, wie sie gerne von Designern, Künstlern oder Fotografen als Arbeitsraum genutzt werden, finde ich das stilistisch bestens geeignet.  Bei der Suche nach einem feuerverzinkten Bürotisch habe ich genau ein einziges Modell gefunden, das mir aber für meine Zwecke nicht geeignet erschien.

Die Trennwand in der Mitte des Büros ist auch passend zu den Tischen geplant.

Die Schranktüren bestehen wie die Tischplatten aus Filmsperrholz. Diese sind an einem Metallregal befestigt. Diese Regale habe ich heute immer noch im Einsatz und bin nach wie vor davon begeistert. Es handelt sich um italienische Steckregale der Firma Metalsistem. Diese Regale sind sehr leicht und erhalten ihre Stabilität durch eine spezielle Blech-Falttechnik. Sie lassen sich in wenigen Minuten ohne Werkzeug auf- und abbauen und es gibt jede Menge Zubehör dazu. Ich habe mir spezielle Metallwinkel fertigen lassen, mit denen ich Regalbretter, Türen, Schubladenschienen und Aktenträger einhängen kann. Hat sich alles bestens bewährt.

Im Grundriss oben sind auch Wandlampen zu sehen, das sind die trapezförmigen Objekte. Diese Lampen sollten optisch zu den Seitenteilen der Tische passen, sind also auch aus feuerverzinktem Stahl in Gitterrost-Optik. In ähnlicher Form werde ich die wieder aufleben lassen, aber in Stairflight II-Optik mit gelochten Blechen. Eine erste Lampen-Idee habe ich ja gestern schon vorgestellt. Die Wandleuchten würde ich heute auch mit LED-Technik austatten. Der ursprüngliche Entwurf war noch für Energiesparlampen ausgelegt.

Noch eine fast unsichtbare Besonderheit gibt es in dem Büro-Entwurf oben: Die Fußleisten sind komplett als Kabelkanäle ausgelegt. Das hatte ich im vorherigen Büro schon im Einsatz. Es gibt Kabelkanäle, in die sich Steckdosen und Schalter einklemmen lassen. So lässt sich ganz leicht eine neue Dose für Strom oder Netzwerk/Telefon nachrüsten, immer da, wo sie gebraucht wird. Und sämtliche Kabel sind unsichtbar verlegt. Auch das hat sich bewährt.

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Veröffentlicht am 9. Juni 2011 in Schreibtisch und mit , , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Fundstück: Büro-Grundriss und Regalwand.

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